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Karosseriestyling

Individualisierung

Da das Design eines Serienfahrzeugs möglichst vielen potenziellen Käufern gefallen soll, orientiert es sich an der "Durchschnittsästhetik" und bietet als Massenprodukt wenig extravaganten Spielraum beim Kauf. Mit markanten und individualisierten Veränderungen von Karosseriemerkmalen kann relativ einfach ein einzigartiges Styling erzeugt werden. Das Angebot an Karosserieteilen ist vielfältig − Aussenspiegel, Spoiler, komplette Body-Kits und Flügeltür-Umbauten. Die Aussenhaut von "Verunstaltungen" wie Türgriffen oder Tankklappen zu "cleanen" liegt im Trend, verlangt jedoch handwerkliches Können. Ebenso begehrt − Beleuchtungs-Nachrüstsätze, in Frontspoiler integrierte Lampen oder Design-Rückleuchten.
Kostengünstig, rasch montiert und schadlos entfernbar sind Folien-Applikationen. Am weitesten verbreitet sind auf der Aussen- oder Innenseite der Scheiben aufzuklebende Folien mit Sujets. Neue Materialien gestalten die Beklebung von grossen Karosserieteilen − ob im Carbon oder abgefahrenen Streettuning-Look −, was auf den ertsen Blick einer echten Effektlackierung nahekommt.
Scheibentönungsfolien unterscheiden sich durch Farbe, Tönungsintensität, UV-Schutz und Reflexionsvermögen. Spezielle unsichtbare Autoglasfolien dienen dem Einbruchschutz. Da das saubere Ausschneiden und Verkleben von Autoglasfolien eine knifflige Angelegenheit ist, gibt es für viele Fahrzeugtypen Folienpakete die ohne Zuschneiden perfekt auf die Scheiben passen. Fun versprechen Unterboden- oder Bremsenbeleuchtung mit Neonröhren oder Leuchtdioden (im Bereich der StVZO) ohne Zulassung. Aufwändig und teuer − dafür ausgesprochen wirkungsvoll − sind Speziallackierungen der Karosserie. Mehrere verschiedenfarbige Lackschichten lassen beispielsweise so je nach Beleuchtung und Betrachtungswinkel das Fahrzeug in anderen Farben erscheinen.

Zugelassen im Schweizer Strassenverkehr?

Seit 01.06.2006 gilt die Verordnung zur Eintragungspflicht aerodynamischer Anbauteile gemäs ASA Merkblatt 1/2006. Prüf- und Eintragungspflicht beziehen sich auf nahezu alles aussen Angebrachte. Die Bestätigung des Importeurs samt Teilegutachten mit Material-Nachweis (DTC oder TÜV Prüfbericht) ermöglichen Vorführung und Eintrag in den Fahrzeugausweis. Zu den Voraussetzungen gehören u.a. Materialbeschaffenheit, Form, Gestaltung, Befestigungen, in der Grösse limitierte Öffnungen, Gitter sowie Mindestmasse (Abstände, Bodenfreiheit, Böschungswinkel, Beleuchtung). Vorübergehend konnten nachweislich vor dem 01.06.2006 verbaute Teile teils ohne Prüfbericht / Gutachten nachträglich vorgeführt und eingetragen werden, sofern sie die wichtigsten Kriterien erfüllten und keine Gefährdung darstellen.